Moin, Ihr Lieben!
Wenn der Frost morgens die Fenster glitzern lässt und der Atem kleine Wölkchen in die klare Winterluft malt, weiß ich: Jetzt wird’s höchste Zeit, an unsere kleinen Gartengäste zu denken. Die kalte Jahreszeit ist für viele Vögel nämlich gar nicht so gemütlich wie für uns – da draußen ist es schwer, genug Futter zu finden, wenn der Boden gefroren und die Natur in Ruhe ist.
Ich richte mir in dieser Zeit immer eine kleine „Vogelbar“ ein. Ein paar Körner, ungesalzene Nüsse oder frische Apfelstücke genügen schon, um Meise, Amsel & Co. den Winter ein bisschen leichter zu machen. Wusstet Ihr, dass Amseln ganz besonders auf Apfelstücke fliegen, während Meisen lieber zu Körner- und Nussmischungen greifen? Und ganz wichtig: Brot ist ungeeignet, weil es kaum Nährstoffe enthält, schnell schimmelt (und Schimmel für Vögel hochgiftig ist), oft Salz beinhaltet und bei dauerhafter Fütterung sogar zu Mangelernährung führen kann.
Ein Tipp aus Erfahrung: Achtet darauf, dass die Futterstellen sauber bleiben – so verhindert Ihr, dass sich Krankheiten verbreiten. Ich wische die Schälchen regelmäßig aus, besonders bei feuchtem Wetter. Und stellt, wenn möglich, auch ein kleines Schälchen Wasser bereit – nichts ist wertvoller als frisches Trinkwasser, wenn draußen alles zu Eis gefriert.
Wenn ich dann am frühen Morgen am Fenster stehe und den Vögeln beim Picken, Trällern und Flattern zusehe, geht mir jedes Mal das Herz auf. Da sitzt dann die freche Blaumeise mit aufgeplustertem Federkleid neben dem Rotkehlchen, und irgendwo hüpft die Amsel durch den Schnee. Es ist dieses kleine Stück Lebendigkeit, das den Winter gleich viel wärmer wirken lässt – selbst an den kältesten Tagen.
Vielleicht habt Ihr ja auch schon Eure eigene kleine Vogelbar? Ein Futterhäuschen am Gartenzaun, ein Napf auf der Fensterbank oder ein hübsches Körbchen auf dem Balkon – jeder Platz zählt und bringt Leben in die kalte Jahreszeit.
Lasst uns alle ein bisschen aufmerksam sein – für die Natur und ihre kleinen Bewohner. Jeder kann mit wenig Aufwand viel Gutes tun.
Herzliche Grüße von der Küste,
Eure Deike